Studiendauer

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Die Studiendauer im Sinne der Regelstudienzeit im Wirtschaftsingenieurwesen beträgt an der Universität bzw. der Fachhochschule laut dem Statistischen Bundesamt 6 bis 8 Semester. Allerdings umfasst die tatsächliche Studienzeit etwa 6.7 (2008) Fachsemester, bei einem durchschnittlichen Alter nach Abschluss von etwa 25.8 Jahren.

Tatsächliche Studiendauer

Inzwischen ist die tatsächliche Studienzeit weiter angestiegen. Dies liegt daran, dass es kaum noch Studiengänge im Wirtschaftsingenieurwesen gibt, die eine Regelstudienzeit von 6 Semestern vorsehen.

Eine Ausnahme bilden hier duale Studiengänge, z.B. an der ASW Berufsakademie des Saarlandes in Neunkirchen/Saar. Hier ist der Bachelorabschluss oft nach bereits 6 Semester zu erzielen.

Die allgemeine Regelstudienzeit von 7 Semestern wird damit begründet, dass im Studium Wirtschaftsingenieurwesen ja ein Studium der BWL mit einem Ingenieurstudium kombiniert ist. Dann ist eigentlich klar, dass man mindestens 7 Semester braucht, um beide Bereiche angemessen im Studium berücksichtigen zu können.

Forschungsorientiertes und anwendungsorientiertes Studium

Dabei liegt beim Wirtschaftsingenieurwesen der Unterschied zwischen den Studiengängen an der Uni zu denen an der Fachhochschule in der Regel darin, dass ein Unistudium stärker forschungsorientiert konzipiert ist. Bei den Fachhochschulen und Berufsakademien findet man dagegen anwendungsorientierte Studiengänge. Das zeigt sich vor allem auch in den Studienfächern und Schwerpunkten des Studiums.

Praxisphase im Studium verlängert Studiendauer

Viele der Studienangebote im Wirtschaftsingenieurwesen umfassen an den Fachhochschulen deshalb auch eine zwingende Praxisphase von in der Regel 3 bis 6 Monaten, die als Teil des Studiums gilt. Das gilt auch für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der htw saar in Saarbrücken.

Kritiker der Praxisphase bemerken, dass diese die Studiendauer zu Lasten der Studierenden verlängern. Denn während der Praxisphase sind die Studierenden bereits gut ausgebildet und vor allem für die Unternehmen preiswerte Arbeitskräfte.