Industriebetriebslehre im Studium

Die Industriebetriebslehre ist ein weiteres Pflichtfach aus dem 1. Semester des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der htw saar. Auch hier ist die bestandene Klausur mit 5 ECTS und einer entsprechenden Note bepunktet. Über die 15 Semesterwochen verteilt, beträgt die Präsenzzeit dieses Moduls 60 Stunden. Für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung stehen dann noch 90 Stunden zur Verfügung.
Die Veranstaltung wird mittels einer PowerPoint Präsentation gehalten und vermittelt den Studierenden ein systematisches Grundverständnis vom Variantenreichtum des produzierenden Gewerbes. Außerdem sollen die Studierenden am Ende des Semesters Kenntnis über die originären und dispositiven Produktionsfaktoren verfügen, um diese in den Regelkreis der notwendigen Teilplanungen einordnen zu können.

Lehrplan der Industriebetriebslehre

Grundlagen des Lehrplans sind die Auswahlkriterien der Standortfaktoren, die Systemgestaltung in der Arbeitswissenschaft, das Prozessmanagement, die Anlagenwirtschaft, die Arbeitsplanung und die Produktionsplanung und -steuerung. Ebenfalls thematisiert der Dozent die Organisations- und Entscheidungsprobleme im Industriebetrieb und die Fertigungsvarianten im produzierenden Gewerbe. Zusätzlich sind zu allen Aspekten Übungen und Fallbeispiele während der Vorlesung integriert.
In Hinblick auf die anstehende Klausur erwartet man von den Studierenden Schnelligkeit im Lösen der Aufgaben. Dadurch schulen die Studenten ihr analytisches und logisches Denken im Hinblick auf ihre Tätigkeit als angehender Ingenieur. Fester Bestandteil der Prüfung ist zum Einen die Standortbewertung, bei der je nach Gewichtung diejenige Alternative zu wählen ist, die die höchste Punktzahl erreicht. Beim Business Process Reengineering (BRP) hat man die Geschäftsprozesse neu zu gestalten, und dies im Hinblick auf Kosten, Qualität, Service und Durchlaufzeit.

Durch die Netzplantechnik bestimmen die Studierenden den kritischen Weg in der Projektplanung, um Ressourcenengpässe frühzeitig zu identifizieren. Auch der Akkordlohn und Instandhaltungsaufgaben sind klausurrelevant. Des Weiteren besteht die Aufgabe darin Stücklisten zu erstellen und Deckungsbeiträge für den Break Even Point (BEP) zu errechnen. Zum Anderen verlangt der Maschinenbelegungsplan ein gewisses Geschick. Dabei spielen Begriffe wie Rüstzeit, Lückenfüller, Bestellanforderungen und Kapazität eine wichtige Rolle. Somit soll der Studierende am Ende des erfolgreich abgeschlossenen Moduls die grundlegenden Zusammenhänge von ERP Systemen beherrschen.

Zur Vertiefung der Lehrinhalte empfiehlt sich das Springer-Lehrbuch Industriebetriebslehre von Weber:

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